Skulpturale Projektion in der Erphokirche

11.06.2017

Ein Teppich aus schwarzen Gummibändern, gelbe Glassteine, geriebene Seife in der Fürbittkapelle, ein violettes Triptychon an der Altarwand. Der Kölner Performancekünstler Malte Lück hat Spuren in der Erphokirche hinterlassen. “Mich interessiert die Kraft für das Leben“, sagt Lück über seine Motivation und Inspiration zum künstlerischen Schaffen. Im Kirchenraum sind Bereiche entstanden, die den Betrachter anregen, mit den Dingen in den „stillen“ Dialog zu kommen. Der Künstler lädt dabei ein, mit allen Sinnen dem nachzugehen, was er an den 14 Stationen anbietet. Ein Ausstellungsquiz hilft mit seinen Fragen den Exponaten und der eigenen Reaktion auf die Spur zu kommen.

Die Vernissage wurde mit Begrüßungsworten von Pastor Torsten Jortzick eröffnet, denen eine Einführung von Ortrud Harhues folgte, die deutlich machte, in welchem gemeinsamen Prozess zwischen Künstler und Fachgruppe Kunst Kirche Kultur diese Ausstellung Form angenommen hat.

Eine Live-Performance des Künstlers in der er buchstäblich versuchte durch die Wand zu gehen und daran scheiterte, beeindruckte die Besucher*innen außerordentlich. Auch hier, wie in allen seinen Werken versucht Lück Grundfragen und Haltungen menschlichen Lebens in eine Bildersprache zu bringen. Vergebung – Reinigung – Schöpfung – Auferstehung sind nur einige Themen, die in der Erphokirche jetzt besonders präsent sind. Die Ausstellung bleibt bis zum 1.10. in der Kirche und kann jeden Sonntag von 15:00 – 17:00 kostenlos besucht werden.

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