Firmvorbereitung auf dem Wasser - 50 Jugendliche der Pfarrei St. Mauritz fahren auf der „MS Günther“

07.09.2017

Münster (pbm/acl). Buntes Scheinwerferlicht säumt die Ufer bei der Einfahrt ins Hafenbecken. Auch an Deck der „MS Günther“ leuchtet es bunt, als alle 50 Firmlinge der Pfarrei St. Mauritz ihre Arme hochhalten. An ihnen hängen Knicklichter in gelb, rot, grün und blau. Gemeinsam beten sie ein „Vater unser“ in die Dunkelheit hinein. „Das ist eine ganz besondere Atmosphäre“, sagt Camilla begeistert.

Drei Stunden Schifffahrt auf dem Kanal liegen hinter ihr und den anderen Jugendlichen, die im Oktober das Sakrament der Firmung empfangen. Die vergangenen Stunden haben sie genutzt, sich weiter auf diesen Tag vorzubereiten. Mit an Bord war darum Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, der die Jugendlichen firmen wird, außerdem die Pastoralreferentinnen Bernadette Alfert und Lisa Sauer sowie mehrere Katecheten.

„Bootserfahrungen gehörten zum Leben Jesu dazu“, hatte Alfert zu Beginn eingeleitet. 47 Mal komme das Wort „Boot“ allein im Neuen Testament vor. Weil die Firmlinge während ihrer Vorbereitung keine mehrtägige Fahrt unternehmen, sei das Katechetenteam auf die Idee gekommen, den Jugendlichen stattdessen eine solche Bootserfahrung zu ermöglichen. „Während der gesamten Firmvorbereitung geht es darum, die Gegenwart Jesu erfahrbar zu machen, mit und durch Menschen, in Begegnungen, durch Erlebnisse, in Gemeinschaft und im Gebet“, sagte Alfert.

Bei Currywurst und kühlen Getränken kamen die Jugendlichen mit Weihbischof Zekorn ins Gespräch und sammelten Fragen, die sie bei einer Gesprächsrunde an ihn, Pastoralreferentin Lisa Sauer und Jugendreferent Michael Tuschewitzki richteten. „Wie haben Sie zu Ihren Berufen gefunden?“, „Welche Eigenschaften hat Gott für Sie?“ und „Was halten Sie von der Ehe für alle?“ waren dabei nur einige von vielen Fragen. Sauer beantwortete die Frage nach ihrem Beruf als Pastoralreferentin offen: „Kirche ist Tradition, aber nicht nur.“ Ihr mache es besondere Freude, diese Traditionen ins Heute zu übersetzen und auch für junge Menschen verständlich zu machen. Die Antwort des Weihbischofs auf mögliche Zweifel bezüglich seiner Entscheidung, Priester zu werden, kam ohne Zögern: „Mit Jesus und für Jesus leben – ich würde das sofort wieder machen.“ Er ermutigte die Jugendlichen, beispielsweise durch ein Gebet den Kontakt mit Gott zu suchen.

Für Camilla und ihre Freundin Greta war die Fahrt ein Höhepunkt in der Firmvorbereitung. „Wir konnten unsere Themen und Fragen in einer lockeren Atmosphäre einbringen, das ist einfacher, als in einem Raum um ein Tisch herum zu sitzen“, zog Camilla (15) ihr Fazit. „Und wir haben den Weihbischof kennengelernt“, ergänzte Greta (17). Schon das sei eine gute Vorbereitung auf den Tag der Firmung.

Über den Bootsausflug freute sich auch Leon Windscheid, Inhaber der „MS Günther“, der die Firmlinge persönlich begrüßte und als Erinnerung ein „Gruppen-Selfie“ schoss.

 

 

 

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